Für alle

Bluttest oder Speicheltest: Welcher Hormontest ist zuverlässiger?

Entwurf: Dieser Artikel ist noch nicht ärztlich geprüft und wird vor der Veröffentlichung überarbeitet.

Wer einen Hormontest für zu Hause sucht, stösst auf zwei Varianten: Tests mit Blut (meist per Fingerstich) und Tests mit Speichel. Speicheltests sind bequemer – aber sind sie auch genauso gut?

Kurz gesagt: Für die meisten Hormone ist Blut der Standard. Speicheltests sind nur für wenige Fragestellungen etabliert, vor allem für das Cortisol-Tagesprofil. Fachgesellschaften raten von vielen Hormon-Speicheltests ab.

Wie funktionieren die Tests?

Bluttest (Fingerstich): Mit einer kleinen Lanzette pikst du in die Fingerkuppe und lässt einige Tropfen Blut in ein Röhrchen oder auf eine Karte tropfen. Die Probe geht per Post ans Labor.

Speicheltest: Du sammelst Speichel in einem Röhrchen, oft zu mehreren Zeitpunkten. Auch diese Probe geht ans Labor.

Blutentnahme beim Arzt: Blut aus der Vene – der Goldstandard, mit dem die meisten Referenzwerte erstellt wurden.

Vergleich auf einen Blick

Blut (Vene) Blut (Fingerstich) Speichel
Zuverlässigkeit sehr gut gut, wenn richtig entnommen oft unsicher
Für welche Hormone fast alle viele (z. B. TSH, Testosteron) v. a. Cortisol-Tagesprofil
Aufwand Termin nötig gering sehr gering
Fehlerquellen gering zu wenig Blut, Verunreinigung Essen, Zähneputzen, Blut im Speichel

Warum Speicheltests oft wenig bringen

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie rät deshalb von vielen kommerziellen Hormon-Selbsttests ab – vor allem, wenn Betroffene mit dem Ergebnis allein gelassen werden.

Wann ist ein Heimtest sinnvoll?

Ein Heimtest kann ein erster Hinweis sein, wenn er:

Ein auffälliges Ergebnis gehört trotzdem immer ärztlich abgeklärt.

Hormontests im Vergleich →

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2026

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Mehr dazu